26.03.2020

Die Wirtschaftsförderung unterstützt Sie mit Informationen und Beratung 

Der Bundesrat und der Kanton haben umfassende Unterstützungsmassnahmen für die Wirtschaft beschlossen. Ein kurzer Überblick über die wesentlichen Punkte für Unternehmer und Unternehmerinnen:

 

COVID-19-Überbrückungskredite des Bundes beantragt werden

Das vom Bundesrat angekündigte Programm zur Gewährung von Krediten mit Solidarbürgschaften ist am 26. März 2020 in Kraft getreten. Unternehmerinnen und Unternehmer können nun bei ihrer Hausbank unkompliziert Kreditgesuche stellen. Mit den Überbrückungskrediten («COVID-19-Kredite») werden betroffene Unternehmen gezielt und rasch unterstützt. Für 10% des Jahresumsatzes und bis maximal CHF 500'000 werden Kredite unbürokratisch von ihrer Hausbank innert kurzer Frist ausbezahlt und zu 100% vom Bund abgesichert. Der Zinssatz auf diesen Überbrückungskrediten beträgt aktuell 0%.

Mit dem «COVID-19-Kredit Plus» können auch Beträge über 500'000 CHF beantragt werden. Diese werden aber nur zu 85% vom Bund abgesichert, gelten ebenfalls nur bis zu einem Jahresumsatz von 10% (maximal 20 Mio. CHF) und können erst nach dem «COVID-19-Kredit» beantragt werden. Hier braucht es meist eine eingehendere Prüfung durch die Bank. Die «COVID-19-Kredite Plus» sind aktuell mit 0.5 Prozent zu verzinsen.

Alle Informationen zu diesem Instrument, zum Vorgehen und die Antragsformulare finden Sie unter https://covid19.easygov.swiss.

 

Mit Arbeitgeberbeitragsreserven Liquiditätsengpässe überbrücken

Weiter hat der Bundesrat beschlossen, dass die Arbeitgeber für die Bezahlung der Arbeitnehmerbeiträge an die berufliche Vorsorge vorübergehend die von ihnen geäufneten Arbeitgeberbeitragsreserven verwenden dürfen. Diese Massnahme soll es den Arbeitgebern erleichtern, Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Für die Arbeitnehmenden hat die Massnahme keine Auswirkungen: Der Arbeitgeber zieht ihnen wie unter normalen Umständen ihren Beitragsteil vom Lohn ab und die gesamten Beiträge werden ihnen von der Vorsorgeeinrichtung gutgeschrieben.

 

Entlassungen möglichst vermeinden - Kurzarbeit für Angestellte und arbeitgeberähnliche Angestellte (Inhaber GmbH oder AG)

Die vom Bundesrat beschlossenen Massnahmen haben massive Auswirkungen auf unsere Wirtschaft. Es ist zu hoffen, dass sich die Unternehmen nach der Krise wieder erholen. Deshalb sind die Massnahmen darauf ausgelegt, die schwierige Zeit zu überbrücken. Dazu gehört auch das Instrument der Kurzarbeit, mit welchem Entlassungen vermieden werden sollen.  

    • Neu können auch Lernende und Angestellte mit befristeten Arbeitsverhältnissen gemeldet werden. 
    • Neu können auch arbeitgeberähnliche Angestellte angemeldet werden. Im Betrieb mitarbeitende Ehegatten  können eine Pauschale von CHF 3'320 bei einer Vollzeitstelle (abgestuft bei reduziertem Beschäftigungsgrad) geltend machen.
    • Die Wartefrist wurde aufgehoben und eine Bevorschussung fälliger Lohnzahlungen wird ermöglicht.

Wir appellieren an alle Unternehmerinnen und Unternehmer auf Entlassungen möglichst zu verzichten und von dem Instrument Kurzarbeit gebraucht zu machen. Bei Fragen zur Kurzarbeit unterstützen wir Sie gerne. Melden Sie sich bei uns: wirtschaftsfoerderung@regionolten.ch

 

Entschädigung für selbständig Erwerbstätige

    • Selbständig Erwerbende, die wegen behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus Erwerbsausfälle erleiden, werden entschädigt, sofern nicht bereits eine Entschädigung oder Versicherungsleistung besteht. Eine Entschädigung ist insbesondere vorgesehen bei (verordneter) Schliessung eines öffentlich zugänglichen Betriebs oder ärztlich verordneter Quarantäne. 
    • Die Entschädigungen werden in Anlehnung an die Erwerbsersatzordnung geregelt und als Taggeld ausgerichtet. Dieses entspricht 80 Prozent des Einkommens und beträgt höchstens 196 Franken pro Tag. 

 

Entschädigung für Erwerbsausfall bei Quarantäne

    • Bei einem Erwerbsunterbruch aufgrund von einer durch einen Arzt verordneten Quarantäne werden die Erwerbsausfälle als Taggeld ausgerichtet. Dieses entspricht 80 Prozent des Einkommens und beträgt höchstens 196 Franken pro Tag.

 

Liquiditätshilfen für Unternehmen

    • Soforthilfe mittels verbürgten COVID-Überbrückungskrediten, Bekanntgabe der Detail frühestens ab 25.03.20 Zahlungsaufschub bei Sozialversicherungsbeiträgen auf Antrag (zinslos)
    • Zahlungsaufschub bei Mehrwertsteuer und direkter Bundessteuer auf Antrag (zinslos)            
    • Rechtsstillstand gemäss Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs (SchkG), d.h. keine Betreibungen und Folgeverfahren

 

Wie gehen Sie vor?

Das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Solothurn hat nachfolgend die wichtigsten Informationen für Unternehmen im Zusammenhang mit dem Coronavirus zusammengestellt. Wir bitten Sie, sich nach Möglichkeit selbstständig zu informieren und nur bei weiterführenden Fragestellungen telefonisch oder via Mail an uns zu gelangen. Das Amt für Wirtschaft und Arbeit ist infolge der Auswirkungen des Coronavirus stark beansprucht. Wir danken fürs Verständnis.

 

Unterstützungsmassnahmen

Inhaber/Geschäftsführer einer GmbH oder AG können für sich selber sowie für Ihre Angestellten Kurzarbeitsentschädigung beantragen.

Selbstständigerwerbende oder Inhaber einer Einzelfirma können für sich selber Unterstützungsmassnahmen beantragen.

Inhaber einer Einzelfirma mit Angestellten können für Ihre Angestellten Kurzarbeitsentschädigung beantragen.

Weitere Massnahmen und weitere Informationen zu Steuern, Bürgschaften und Liquiditätshilfen finden Sie hier: https://corona.so.ch/wirtschaft/ 

 

Kontaktstellen

Corona-Hotline des Amtes für Wirtschaft und Arbeit: corona@awa.so.ch, 032 627 95 23

Gerne stehen wir Ihnen ebenfalls unterstützend zur Verfügung: wirtschaftsfoerderung@regionolten.ch.